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Montag, 19. November 2007

Statusbericht

So, es ist Zeit für ein weiteres Update.

Was ist letzte Woche alles passiert?
Zuerst einmal hat das Semester hier nun endgültig richtig für uns begonnen, wir haben derzeit 7 Kurse belegt (8 ist das Maximum) - und die Vorlesungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber bevor ich all die Nicht-Studenten hier langweile überspringe ich dieses Kapitel mal, zum Thema Studium in Thailand werde ich dafür bald einen extra Post machen ;).

Abseits vom Studium haben wir auch mal mit Sport begonnen - abendliche Jogging-Runden auf dem Campus und Schwimmrunden im Stadion werden jetzt regelmäßig unternommen, damit wir nicht gar so viel Fett ansetzen :D. Joggen ist hier allerdings wesentlich anstrengender als in Dland - dank Hitze und Luftfeuchtigkeit läuft uns schon nach wenigen Minuten der Schweiß in Strömen runter. Aber daran werden wir uns schon noch gewöhnen :D.

Abseits von Studium und Sport richtet sich langsam dann doch auch eine gewisse Routine ein, abends gehen wir meist gemütlich essen mit Bow, einer sehr aufgedrehten aber sehr netten Thai-Dame, die wir seit 1,5 Wochen nun kennen, oder wir gehen ins Sweet Duck mit den anderen Austauschstudenten.

Tjo, und so plätscherte die Woche vor sich hin, bis zum Samstag - denn da gab es dann doch etwas wichtigeres zu tun: Der ein oder andere von euch wird wissen, dass ich am 18.11.1984 geboren worden bin - also war Samstag der perfekte Tag um mal wieder richitg feiern zu gehen :D. Wir sind also mit eigentlich allen unseren neuen Bekannten hier (ausgenommen die Finnen, von denen hatte einer noch nen Kater vom Freitag, 2 andere waren sonstwo unterwegs und der 4. war auf Phuket auf Brautschau - alles Weicheier ;)) mal wieder auf de Kao-Sarn Road. Anfangs noch in kleiner Gruppe (Matthias, Bow, ein Freund von Bow und ich) in einer Kneipe mit Live-Band und völlig überteuerten Getränken, später dann mit der gesamten Mannschaft (Max, die anderen deutschen Studenten und Toon sind noch dazugestoßen - Toon ist eine Freundin von Max, die wir beim Linkin Park Konzert kennengelernt hatten) in dem 'Irish Pub' in dem wir auch schon an Halloween waren - diesmal allerdings in einem kleinen Separee mit Billardtisch und Dart-Scheibe, und leiserer Musik, dafür umso stärker aufgedrehter Klima-Anlage (ich wette, wenn einer von uns beiden hier krank werden sollte, dann wegen diesen verdammten Klima-Anlagen).
Tja, was soll ich dazu sagen, es war ein sehr schöner Abend, Bier, Weib und Gesang oder so ähnlich :D. Da auf der Kao-Sarn Road alle Kneipen aber bereits gegen 2 Uhr schließen müssen, war der Abend ein wenig zu kurz für meinen Geschmack - gegen 3 Uhr hatte uns das Taxi dann wieder daheim abgeliefert. Reinfeiern ist aber immer noch die beste Art, Geburtstage zu feiern :D. Sonntag wollte ich dann mal wieder richtig ausschlafen - das ging aber leider nicht, da Bow mich um 10:30 anrief und fragte, ob wir nicht mit ihr in den Future Park wollten. Halb schlaftrunken haben wir mal zugesagt... und durften dann dort (nach einem 'Frühstück' bei McDonald's - ja, ich weiß das hat null Stil, aber Hunger muss gestillt werden ;)) ca. 3 Stunden darauf warten, dass ihr Laptop repariert wurde. Ok, die Zeit haben wir uns recht angenehm ausgestaltet: Haben uns eine Massage gegönnt und danach noch richtiges Thai-Food in einer der auch im Future Park zuhauf anzufindenden Fressbuden gegönnt, und ich habe mir selbst ein kleines Geschenk gemacht, indem ich mir das aktuelle Linkin Park Album gekauft habe, für etwa den halben Preis als in Deutschland, inkl. Bonustracks und der Möglichkeit, Live-Tracks ihrer Tour runterzuladen :D.
Also eigentlich alles gut, allerdings waren wir bei Shining zum Essen (sie wollte für uns Chinesisch kochen, wir hätten dafür Deutsch kochen sollen) eingeladen gewesen, deshalb war es nicht wirklich geschickt, so lange im Future Park zu bleiben. Aus einem geplanten Treffen um 16 Uhr wurde dann eines um 18:30 (Max war schon um 14 Uhr zu Shining gekommen und hat die ganze Zeit mit ihr auf uns gewartet), und mit selbst gekochtem Essen wurde es auch nichts, stattdessen gab es frisch gekaufte Hühnchenwings und eine Art indische Pfannkuchen (sehr lecker das). War aber dennoch sehr nett bei den beiden - und ganz besonders überrascht haben sie mich dann noch mit der thailändischen Version einer Schwarzwälder Kirschtorte :). Die ist zwar anders als bei uns, aber lecker und tödlich für die Figur ist sie auch hier.
Und darum gehe ich jetzt auch gleich mal wieder eine Runde joggen :D.

Mittwoch, 7. November 2007

Sightseeing in Bangkok, diesmal aber richtig.

Hallo ihr Lieben, damit euch da drüben nicht langweilig wird hier der nächste Bericht aus dem schönen Thailand.

Der eine oder andere wird's schon gemerkt haben: Ich habe gestern jede Menge Bilder hochgeladen, und zwar vom Wat Pho, einem der 9 großen Tempel (in dem auch eine berühmte Massage-Schule untergebracht ist), dazu vom Königspalast und vom Wat Pha Khraeo, dem nächsten der 9 großen Tempel in Bangkok.
Es ist uns nämlich gestern endlich gelungen, diese endlich mal zu besichtigen, nachdem wir am Samstag ja kläglich gescheitert waren.
Los ging's mit dem Grand Palace und dem Wat Pha Khraeo, die beide auf dem selben Gelände liegen. Am Eingang mussten wir uns erstmal an einer Horde Touri-Führern vorbeikämpfen, weil wir lieber auf eigene Faust das Gelände besichtigen wollten.
Und was soll ich sagen, das ganze Gelände ist einfach der Wahnsinn. Allerdings werde ich euch hier jetzt nicht das ganze Gelände beschreiben, das können die Bilder viel besser ;). Was auf den Bildern aber leider überhaupt nicht rauskommt, ist das Gefunkel all der goldenen, roten und grünen Plättchen auf den Dächern. Bei manchen der Gebäude strahlte das gesamte Dach in der Sonne. Aber am beeindruckendsten war der Emerald-Buddha, eine ca. 50cm hohe Buddha-Statue aus Smaragd (oder Jade, bin kein Experte für sowas - auf jeden Fall grün, und Emerald heißt mWn nunmal Smaragd :D), die auf einem 2,5m hohen Thron sitzt. Die Statue ist (davon abgesehen, dass sie eben aus einem verdammt wertvollen Material besteht gar nicht mal soooo beeindruckend - das war eher der Thron auf dem sie sitzt. Das Ganze ist im einzigen Raum eines großen Tempelgebäudes, welches innen an allen Wänden, Boden und Decke komplett dunkelrot ist, verziert mit Stickereien in Gold an der Decke und Bildern buddhistischer Mythen und Geschichten an der Wand. Die Statue selbst steht wie gesagt auf einem Thron, der ein Berg von Gold zu sein scheint - oder besser eine Pyramide, denn so ist in etwa die Form des Throns. Davor stehen noch einmal 2 2m hohe 'Wächterstatuen' und auf den einzelnen Stufen stehen links und rechts auch noch einmal je 3 Statuen. Und überall Verzierungen, Schnörkel, kleine Bilder und noch eine Vielzahl kleinerer Statuen, verteilt über die einzelnen Stufen des Throns, auf dessen höchster Stufe auf einer art Sitzkissen der Emerald Buddha sitzt. Das Ganze ist einfach ein wahnsinnig schöner und beeindruckender Anblick.
Der Königspalast war dann schon etwas nüchterner, da gab es einige kleine Museen zu besichtigen (Ein Museum mit 'mittelalterlichen' Schwertern, Speeren etc - asiatischer Machart versteht sich, ein Museum mit alten Schusswaffen, eins mit alten thailändischen Münzen und eins mit Überresten alter Bauteile von Tempel und Palast, die in der Zwischenzeit ersetzt worden sind), dazu waren an einige Ecken das thailändische Equivalent zur Schweizer Garde zu sehen (die armen Jungs wurden von allen Seiten von Touris belagert und fotografiert, ganz besonders gern schienen dicke Europäerinnen neben ihnen posieren zu wollen). Dem König und seiner Familie sind wir aber nicht begegnet, auch wenn wir einige Bilder von der Königsfamilie sehen konnten (vom König findet man in BKK aber sowieso an vielen großen Straßen Bilder).
Danach ging's noch zum Wat Pho, wo die nächste wirklich gigantische Buddha-Statue zu sehen war - der liegende Buddha. Hierbei handelt es sich um eine vergoldete Statue eines liegenden Buddha (in einem der Museen war nachzulesen, dass es für Buddhastatuen 7 Haltungen gibt, die alle eine bestimmte Aussage und Wirkung mit sich bringen sollen), ca. 30m lang und gut 10m hoch. Absolut gigantisch!
Aber für die weitere Beschreibung lasse ich Bilder sprechen ,von denen werde ich evtl. auch noch ein paar hochladen ;).

Heute haben wir dann übrigens noch die anderen Austauschstudenten, die mit uns dieses Semester hier 'anfangen' kennengelernt. Sind 2 Finnen, mit denen wir uns jetzt auf Anhieb gut verstanden haben, auch wenn einer von beiden recht ruhig ist. Mal sehen ob sich das heute abend im Sweet Duck ändert :D.
Morgen beginnen hier dann übrigens auch die Vorlesungen, allerdings haben wir noch das Problem, dass wir uns jetzt erst noch Kurse raussuchen müssen, denn von den 8 die wir uns aus dem Hochschulprogramm von Dland rausgesucht hatten, werden 5 dieses Semester nicht angeboten - und für die müssen wir jetzt erstmal Ersatz-Fächer finden, die uns daheim auch angerechnet werden, denn ein reines Urlaubssemester soll das hier nicht werden.

Bilder vom Campus werde ich übrigens auch noch in der Gallerie 1 einfügen, die ersten paar habe ich davon schon gemacht und die nächsten Tage werden wohl noch ein paar folgen.

So, das war's erstmal wieder, ich denke ich melde mich Montag wieder und schwärm euch von dem Linkin Park-Konzert vor :D.

Montag, 5. November 2007

Sightseeing in Bangkok will gelernt sein

So, hallo erstmal...

Hier nun ein kleiner Rückblick auf unser Wochenende, welches (als Warnung vorweg) jetzt nicht soooo ereignisreich war, wie wir es selbst gewollt hätten. :D
Aber dafür lernen wir langsam aber sicher hier mal Leute kennen :).

Freitag haben wir uns einen recht gemütlichen Tag gemacht, was mit daran lag, dass wir beide noch Kopf- bzw Nackenschmerzen von dem Unfall am Donnerstag hatten. War nichts wildes, aber mit Brummschädel will man nun mal ungern bei 30° noch groß Sightseeing-Touren machen ;).
Abends wollten wir dann aber noch ein Bierchen in einem der kleinen Restaurants die sich hier um ein anderes, noch größeres Wohnheim angesammelt haben gönnen. Dabei trafen wir dann Johannes, einen Masterstudenten der auch am SIIT derzeit ist. Er lud uns dann ein, ins Sweet Duck mizukommen, einem Club der uns auch schon von einem anderen deutschen Studenten hier empfohlen worden ist. Allerdings konnten wir diesen Club bislang nicht finden, obwohl es hieß, dass der nur 100m von unserem Wohnheim entfernt sein sollte.
Tja, mit Johannes (und 2 Thais, deren Namen ich aber schon wieder vergessen habe -.-) fanden wir ihn dann - tatsächlich auch nicht weit vom Wohnheim entfernt, mit Werbeschildern direkt an der Straße an der auch das Wohnheim liegt. Matthias und ich sind uns beide sehr sicher, dass diese Werbeschilder noch nicht da waren, als wir nach dem Sweet Duck gesucht hatten :D.
Das Sweet Duck an sich ist dann ein kleiner Club, der schon zum Teil in dem Sumpf steht, der nicht weit von der Straße entfernt anfängt. Das Gebäude besteht nur aus einem großen Raum mit Bühne, Tischen, Stühlen und einer kleinen Bar, in einem Separee geht's dann noch zu den Toiletten. Nahezu alles ist da drin besteht aus Holz. Wenn man aus dem hinteren Teil (von der Straße aus gesehen) rausschaut, sieht man zum einen eine Art Vorhang aus Wasser vom Dach hinunterplätschern. Aus einem Rohr da, wo bei uns die Regenrinne wäre wird Wasser nach unten gespritzt, was den gesamten Raum etwas kühlt. Zum anderen sieht man auch direkt in einen großen Sumpf, der sich dann über einige Kilometer bis zur nächsten Ansiedlung von großen Wohnhäusern an einem Straßenrand hinzieht.
So, aber nun zum wichtigen: Party machen mit Thais :D.
Im Sweet Duck war ab 22 Uhr recht viel los, was allerdings aufgrund der Tatsache, dass der Laden schon um 0:30 Uhr wieder schließen muss nicht weiter verwunderlich ist (ich denke, das liegt daran, dass viele Wohnheime auf dem Campus von ihren Bewohnern verlangen, um 0 Uhr wieder daheim zu sein - zum Glück wohnen wir nicht in so einem!). Was mich ein wenig verwundert hat, war dass eigentlich der gesamte große Schankraum voll mit Tischen und Stühlen stand und das obwohl auch eine Band spielte, die sogar ziemlich gut waren. Sie spielten zwar nur Thai-Rock, aber eins muss ich den Thai lassen: Thai-Rock rockt, und zwar richtig :D.
Der Meinung waren auch die anwesenden Thais, und die haben sich auch nicht an der fehlenden Tanzfläche gestört, ganz im Gegenteil: Sie tanzten einfach grüppchenweise an und um ihre Tische. War schon irgendwo ein witziger Anblick, aber laut Johannes ist das hier durchaus üblich. Die Stühle wurden dabei allerdings von den meisten Thai hinter sich gestellt, und so fand ich mich irgendwann eingekesselt in 4 oder 5 Stühlen wieder ;). Aber wie gesagt, witzig war's auf jeden Fall, die Stimmung war toll und die jungen Thais scheinen haben in den 2,5 Stunden bis der Laden dicht machte auch gut Party gemacht. Gab nur recht wenige Leute im hinteren Teil des Raums, die nicht standen und tanzten.
So gegen 0:30 - 1 Uhr war dann aber Zapfenstreich, und wir sahen manchen Thai der nur noch von Freunden gestützt heim gehen konnte - kein Wunder, bei 0,64l-Flaschen Bier für ca. 1,8€.

Uns war es gar nicht so unrecht, dass das Sweet Duck schon so früh dicht machte, denn wir hatten Samstag dann noch was vor: So richtig schön Touristen-mäßig wollten wir den Tag der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks widmen, als da wären der große Königspalast und Wat Pho, der größte Tempel des Landes, in dem zudem noch eine Massageschule ist (und ja, Massieren lassen wollten wir uns auch ;)). Gegen 11 oder 12 Uhr ging's Samstag dann auch los Richtung Bangkok Innenstadt, wie gewohnt mit Minivan-shuttle und anschließend mit U-Bahn... aber da die U-Bahn eben nur aus einer Linie besteht, waren wir damit noch lange nich am Ziel. Und was nun folgte war ein schönes Beispiel dafür, dass wir Farang für manchen Thai wohl wirklich wandelnde Geldbeutel sind.
Wir waren kaum 3 Schritte aus der U-Bahn-Station raus, noch etwas unschlüssig darüber, wie wir am besten zum Königspalast kommen sollten (zur Not mit dem Taxi, aber das machen doch nur Touris, wir haben mehr Ahnung *hust*), da sprach uns schon der erste Thai an und fragte uns wo wir hin wollten.
"Zum Königspalast? Ahja, der ist heute aber geschlossen, da ist eine wichtige Versammlung, überall Militär, da könnt ihr nicht hin, auch nicht zum Tempel...aber ich kann euch dies, und das und das auch und das sowieso empfehlen, macht eine Tour mit dem TukTuk, dahinten ist der Fahrer, kostet nicht viel... billiger als Taxi, und auch billiger als Bus"
Und so redete er auf uns ein, während er langsam aber sicher Matthias' schönen Stadtplan vollkritzelte mit Öffnungszeiten von Wat Pho, Kreisen um die Sehenswürdigkeiten und schönen Strichen, um diese miteinander zu verbinden. Die Freundlichkeit und 'Hilfsbereitschaft' von ihm, gepaart mit der Lobpreisung von TukTuks (die definitiv nicht billiger als die öffentlichen Busse sind) war uns deshalb auch suspekt, und so sagten wir ihm, wir wollten lieber mit dem Bus unser Glück versuchen. Direkt neben unserer U-Bahn Haltestelle steht dann auch ein großer Bahnhof (evtl. der Hauptbahnhof, aber da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher), in den haben wir uns erstmal zurückgezogen, um unsere Ruhe vor Werbung für TukTuks zu haben. Eigentlich wollten wir da drin dann auch noch mal eben schauen, was Trips innerhalb Thailand mit dem Zug kosten. Allerdings war es hier das gleiche wie davor - wir waren keine 5m im Bahnhof gegangen, als wir auch schon von einer freundlichen Dame angesprochen wurde, die von uns wissen wollte, wo wir hin wollten etc. Auf unsere Erklärung, wir wollten eigentlich nur mal schauen, was inländische Reisen kosten wurden wir dann auch direkt in ein Reisebüro verfrachtet, in dem schon 2 Farang-Paare gerade Reisen buchten. Tja, nur konnte der Thai, der uns dann helfen wollte nicht wirklich helfen, da wir ihm ja nicht sagen konnten, wo wir hin wollten oder wann wir reisen wollten. Um 2 grobe Preisauskünfte reicher sind wir dann also raus aus dem Reisebüro und konnten uns in der großen Haupthalle des Bahnhofs von der Thai, die uns in das Reisebüro geschleppt hatte (bzw. von ihrem Onkel) noch die Auskunft einholen, dass der Königspalast auf jeden Fall offen sei und da auch nichts abgesperrt sei.
Die Buslinien, die dahin fahren haben sie uns auch noch verraten, und somit mussten wir eigentlich nur noch vor den bahnhof an die Haltestelle und auf den Bus warten - eigentlich.
Denn direkt vor dem Bahnhofsgebäude war die nächste Tourist-Information-Dame, die uns wieder in irgendwelche TukTuks verfrachten wollte. Die konnten wir allerdings recht höflich aber bestimmt darauf verweisen, dass wir nunmal Bus fahren wollen und so ließ sie uns dann auch in Ruhe, als wir erstmal an der Bushaltestelle waren.

Abenteuer Busfahrt:
Wir sind ja schon einmal mit einem klimatisierten Bus durch Bangkok gefahren, das war eigentlich ganz angenehmt gewesen. Diesmal sind wir aber in einem nicht klimatisierten Bus gefahren, der als Ausgleich dann auch noch die Fenster offen hatte - Hallo Smog. Die Aussage, dass 24h Stunden in Bangkoks Innenstadt so schädlich sein sollen wie 3 Schachteln Zigaretten kann ich mittlerweile gut nachvollziehen. Gerade die TukTuks ziehen teilweise echt übelste Rauchschwaden hinter sich her, die dann direkt durch die geöffneten Fenster des Busses reinkamen. Gut, wir haben wenigstens gut zurückgeschlagen, denn der Auspuff von so einem Bus ist nicht viel niedriger als die Köpfe der Leute, die in so einem TukTuk sitzen (meist weiße Touris+der Fahrer). Also man wird in TukTuks nicht nur meist um sein Geld gebracht, weil die Fahrer Weiße Touris nunmal gern versuchen auszunehmen, sondern man kann dort auch noch ungeschützt das Aroma von Bangkoks völlig überfüllter Innenstadt einatmen - ein Paradies für Kettenraucher :D.

Anyway, nach grob geschätzt 30-45 min. waren die Fahrt und meine Lungen am Ende, auch wenn wir davor noch durch Chinatown gefahren sind, welches uns wirklich den Eindruck vermittelt hatte, nicht mehr in Thailand sondern in China zu sein. Tjo, und dann standen wir endlich am Ziel, vor den Mauern des Königspalastes - und erfuhren von einem Thai, der uns hilfsbereit ansprach, dass dieser ab 14 Uhr zu machte, wegen einer wichtigen Sitzung (es war 13:30 Uhr -.-). Dazu konnte er uns noch sagen, dass Wat Pho auch gerade dicht gemacht worden ist, weill da gerade eine wichtige Zeremonie begonnen hatte, und die Mönche dabei keine Touris dabei haben wollten (was ich gut verstehen kann ;)).
Tjo, kein Palast, kein Tempel, aber hey, es stand ja noch etwas auf der to-do-Liste: Eine Thai-Massage. Und da Wat Pho eine große Schule für diese beheimatet sind in der Nähe des Tempels einige Massage-Zentren, in denen sich die ausgelernten Masseusen niedergelassen haben. Die die uns von dem hilfsbereiten Thai empfohlen wurde war allerdings leider gerade ausgebucht gewesen, wir sollten in einer Stunde nochmal wiederkommen. Die Stunde verbrachten wir dann mit einer kleinen Wanderung entlang der Mauer des Palastes, einer Besichtigung des 2. Campus der Thamassat-University, der in der Nähe des Palastes ist und von dem Shuttle-Busse zu unserem Campus fahren - sehr praktisch für die nächste Fahrt zum Palast. Außerdem haben wir mehr oder minder durch Zufall noch ein Tempelgelände am Strßenrand gesehen, in das wir uns mal ein Stück hinein getraut hatten. Das erste, was dabei auffiel war dass es innerhalb der Mauern eines Tempelgeländes wirklich angenehm ruhig ist. Dder ganze Lärm, der auf den vollbefahrenen Straßen direkt vor dem Tempel herrscht, ist nach ein paar Metern im Tempel kaum noch zu hören. In dem Tempel war dann allerdings auch Hochbetrieb, ich nehme an, die Zeremonie, die im Wat Pho abgehalten wurde, wurde auch in diesem Tempel abgehalten. Deshalb sind wir in keines der Gebäude rein und auch sonst nicht weit ins Tempelgelände rein. Was wir allerdings sahen war schon sehr beeindruckend. Die Tempelgebäude sind wahnsinnig schön verziert, besonders die Dächer und Türbogen blitzen und funkeln überall, aber auch die 'Straßenlaterne' ist eine Statue eines Vogels. Wahnsinnig schön das alles.
Tjo, und nach der Stunde Wartezeit haben wir uns dann die Massage gegönnt, und das war wirklich herrlich (auch der Preis war herrlich - eine Stunde für 5€). Wir wurden von Kopf bis Fuß einmal komplett durchgeknetet, und fühlten uns danach aber auch herrlich entspannt.

So entspannt ging es dann an die Rückfahrt und abends noch zu einem Fest das von der Uni, an der Shining stuidiert organisiert wurde. Das nannte sich Food Festival und dementsprechend gab's einige Stände mit Essen aus anderen Südostasiatischen Ländern. Dabei haben wir auch noch ein paar andere Deutsche kennengelernt, die mit Shining zusammen studierten - alles in allem war's ein sehr netter Abend gewesen :), auch wenn es einige technische Pannen seitens der Organisatoren gab. So ging während eines Tanzauftritts von ein paar kleinen Mädchen mal eben das Licht auf der Bühne aus und die Musik war nur noch verzerrt zu hören. Die E-Gitarre von der Band, die danach gespielt hat, klang die meiste Zeit einfach nur grauenhaft metallisch etc.
Sonntag waren wir dann zu faul für irgendwelche größeren Tätigkeiten, da sind wir abends nur nochmal ins Sweet Duck.
Heute haben wir dann noch einige kleinere Besorgungen im MBK erledigt, und morgen wollen wir dafür früh raus und endlich mal den Königspalast und Wat Pho besichtigen.

So, und zu guter Letzt noch 2 kleine Anmerkungen:
1. Die Namen Shining und Max sind englisch - Shining scheint also wie die Sonne, und Max ist die Kurzform von Maxso - die Thai sprechen sich meist nur mit Spitznamen an, und ich denke, Shining macht es uns mit dieser englischen Übersetzung ihres Namens wesentlich einfacher, ihren Namen überhaupt auszusprechen :D.

2. Vielen Dank für die Kommentare, ich lese die alle immer gern - ein Stück weit motivieren sie auch. Also schreibt ruhig weiter mehr davon :).

*Ächz* Schon wieder mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte^^.

Donnerstag, 1. November 2007

Ereignisreiche Tage

Zugegeben, die Überschrift ist so richtig schön kreativ, aber eine bessere Beschreibung des gestrigen Tages und heute ist mir nicht eingefallen.

Die letzten Tage haben wir nicht mehr viel unternommen hatten, weil ich erstmal auf mein restliches Gehalt von meinem Ferienjob warten wollte, bevor ich noch mehr Geld ausgebe.
Montag abend waren wir noch auf einem Markt auf dem Campusgelände (welches im übrigen so groß ist, dass hier Shuttle-Busse von einem Ende zum anderen fahren, die Fahrt dauert ca. 15 min.) , wo man neben Kullis und zu allen Arten von Klamotten vor allem alle möglichen Snacks kaufen konnte.
Das kam dann auch am Dienstag und da Mittwoch Halloween war, was von den Thais ja als schöne Möglichkeit zum Party machen und extra Veranstaltungen zu schmeißen erkannt worden ist, war das eine gute Gelegenheit, mal wieder nach Bangkok zu reisen.
Am Mittwoch stand aber zuerst noch ein Termin bei unserer Auslandsbeauftragten an, die uns mal den Campus vom SIIT (Sirindhorn International Institute of Technology= unsere Uni) zeigen wollte. Angesetzt war 9 - 9:15 Uhr, und so standen wir auch um kurz nach 9 vor ihrem Büro - wo sie uns dann mitteilte, dass wir eine Stunde zu früh seien, auf ihrer Uhr war erst kurz nach 8... Wir mussten also feststellen, dass eine Woche lang unsere Uhren eine Stunde vor gingen. Und das obwohl ich meinen Laptop und mein Handy die Uhrzeit aus dem Internet bzw. Handynetz beziehen ließ... mir ist immer noch schleierhaft, was da schief lief. Auf jeden Fall müssen wir in ihren Augen jetzt ziemlich verplant wirken ;).
Anyway, wir haben uns mit ihr dann also unseren Campus angeschaut (der liegt ca. 15 min mit dem Shuttle-Bus von dem großen Campusgelände entfernt) - 2 nette, recht große Gebäude in die wohl knapp die Hälfte der 2500 Studenten des SIIT liegen. Und wer sich jetzt wundert, warum man für 2500 Studenten Shuttlebusse auf dem Campusgelände braucht: Das SIIT ist eine 'Tochter-Universität' der Thammasat University, und das ist die große Uni mit dem riesigen Campus - ca 35.000 Studenten studieren an Thammasat.
Gegen nachmittag sind wir dann wieder Richtung Bangkok gefahren, mit dem Ziel uns mal die typischen Touristen-Ziele anzuschauen, als da wären der Königspalast und der Wat Phra Kheo - der größte Tempel des Landes afaik. Aber wie das so schön ist, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Wir sind mit unserem Minivan nämlich mitten in der rush hour gelandet. Und so dauerte die Fahrt für uns und die anderen ca 10 Insassen statt einer halben Stunde eben über 1,5 Stunden. Als wir dann endlich da waren, war es auch schon dunkel (etwas, an das wir uns acuh erst noch gewöhnen müssen - es ist zwar warm wie im Hochsommer in Dland, die Tage sind aber nicht viel länger als bei uns im Winter). Als wir dann gerade in der U-Bahn-Station standen und überlegten, wie wir am besten zum Königspalast kommen könnten (naja, eigentlich wollten wir zum Massage-Zentrum ein paar Straßen weiter, den Königspalast wollten wir im Dunkeln auch nicht ansehen ^^), sprach uns eine der Thais an, die mit uns im Minivan war und fragte uns einfach mal, ob wir nicht Lust hätten, mit ihr und einem Freund von ihr zur Kao-San Road zu kommen um dort Halloween zu feiern. Tja, wer könnte so einem Angebot widerstehen?
Also ab in die einzige U-Bahn Linie, die es in BKK gibt (die Stadt sollte dringend daran arbeiten, mehr Linien zu bauen, sonst erstickt sie im Smog) und Richtung Kao-San-Road gefahren. Auf der Fahrt haben wir dann schon recht viel mit ihr gequatscht, so haben wir dann u.a. erfahren, dass sie eigentlich Chinesin ist, Shining heißt und schon seit 6 (oder warens 9?) Jahren in Thailand lebt, arbeitet und studiert - gerade ist sie an ihrem MBA (=Master of Business Administration, der klassische Abschluss für angehene Manager). Ihr Freund, Max, war dann eigentlich genauso sympathisch wie sie und führte uns vor allem in ein recht gutes Restaurant. Ach ja, das erste, was wir feststellen durften, als wir aus dem Taxi stiegen, mit welchem wir nach der U-Bahn weitergefahren sidn, war übrigens, dass wir letztes Mal offensichtlich nicht auf der Kao-San-Road, sondern irgendwo anders waren, denn sonst hätten wir ja irgendeine der Kneipen wiedererkennen müssen - also keine Ahnung, wo uns der Taxifahrer vor gut einer Woche rausgeschmissen hat, aber die Kao-San Road war's nicht gewesen.
Bei gutem, aber sehr scharfem Thai-Essen und Bier (wir fühlten uns ein Stück weit in der Pflicht, ein paar Klischees zu erfüllen :D) hatten wir dann einen echt schönen Abend - und haben unter anderem festgestellt, dass Max und Shining auch vorhaben, auf das Linkin Park Konzert am 11.11. in Bangkok zu gehen - ich habe mir schon seit einigen Tagen überlegt gehabt, dorthin zu gehen, aber nachdem ich nun 2 Leute kannte, mit denen man da auf jeden Fall hingehen konnte, war die Entscheidung, eine Karte für das Konzert zu kaufen schon gefallen.
Nach dem Essen hat uns Max noch in einen 'Irish Pub' geführt, welcher aber außer dem Namen nicht viel mit einem Pub gemein hatte, denn die Musik die aus den Lautsprechern kam war a) viel zu laut und b) HipHop -.-. Naja, nach kurzer Zeit begann dann aber eine Rock-Cover-Band zu spielen, die sogar ein ziemlich gutes Programm hatten (von Oasis bis Green Day und Linkin Park war eigentlich alles dabei, was rockt). Leider waren die Boxen die diese Band benutzte ziemlicher Müll - die Sängerin und einer der 3 Sänger klangen einfach nur fürchterlich scheppernd jedes Mal wenn sie in etwas höhere Tonlagen gingen. Sonst wäre das vermutlich ein ziemlich gutes Konzert geworden, denn musikalisch waren die sonst echt recht gut imho.
Da Shining heute morgen um 8 Uhr allerdings noch eine Klausur schreiben musste, sind wir dann gegen 0 Uhr aber auch schon wieder heim gefahren. Und auch wenn's jetzt nicht so spät wurde, fand ich den abend auch echt genial.
Handynummern haben wir mit den beiden auch noch ausgetauscht und am Wochenende werden wir mal schauen, ob wir nicht wieder was gemeinsam unternehmen :).

Tja, und heute stand dann natürlich der Kauf einer Karte für das Konzert ganz oben auf der todo-Liste. Dazu mussten wir wieder zum Future Park, dem großen Einkaufszentrum nicht weit von unserem Wohnheim. Also ab in's Taxi.
Und an dieser Stelle ein kleiner Exkurs über die thailändischen Straßen: Um Tempolimits Nachdruck zu verleihen gibt es hier sehr oft schön markierte Bodenwellen, über die man wohl nicht mit mehr als 10-20km/h fahren sollte, wenn einem die Stoßdämpfer was wert sind.
Nachdem wir gerade über so eine Welle kurz vor'm Future Park gefahren sind, hat es auf einmal einen lauten Knall und gleichzeitig einen kräftigen Ruck von hinten gegeben. Zuerst dachte ich noch, dass wir irgendwie auf der Bodenwelle aufgesessen sind, obwohl wir eigentlich schon drüber waren... als ich dann nach hinten sah, konnte ich aber einen Pickup direkt hinter uns sehen, mit leicht eingebeulter Front. Ich weiß nicht, wie der das geschafft hat, auf gerader Strecke, auf der niemand deutlich schneller als 30km/h fährt uns hinten drauf zu fahren, noch dazu eben direkt nach einer Bodenwelle. Vielleicht war der Fahrer (ein recht junger Thai) beim Fahren auch zu sehr von seiner Freundin abgelenkt worden, auf jeden Fall ist der Kerl uns schön hinten drauf gefahren und hat mir und Matthias damit einen leicht steifen Nacken bzw. schöne Kopfschmerzen beschert - und die Rückseite des Taxis ist Schrott. Das Schöne an den Taxis hier ist übrigens, dass man sich nur auf dem Beifahrersitz anschnallen kann, deshalb wurde Matthias hinten recht gut durchgeschüttelt.
Nunja, auch von solchen Schocks erholt man sich, und die Konzertkarten zu kaufen war dann auch kein großes Problem mehr ;).
Und nun sitze ich hier, habe die ersten Bekanntschaften in Thailand geschlossen und noch dazu eine Karte zum Konzert einer meiner absoluten Lieblingsbands - der gestrige Abend und heute hätten nicht viel besser laufen können (ok, den Unfall hätten wir uns sparen können, aber hey...:D).
Ihr seht also, mir geht's prima, bis zum nächsten Mal dann :).

P.S: Sollte ich es in den nächsten Tagen tatsächlich mal schaffen, den Königspalast und den Tempel zu besichtigen, werde ich wohl auch die erste Fuhre Postkarten losschicken können ;).

Freitag, 26. Oktober 2007

Two nights in Bangkok

So langsam beginnen wir uns einzuleben - und dazu gehört auch, dass wir angefangen haben, Bangkok zu erkunden. Begonnen haben wir in der Kao San Road, einer großen Kneipen- und Einkaufsmeile mitten in Bangkok. Die Fahrt dorthin mit Shuttle-Bus (Minivans für 13 Fahrgäste) und normalem Bus hat auch über eine Stunde gedauert, aber hat alles in allem nicht mehr als 1€ gekostet. Auf der Kao-San Road angekommen sind wir erst einmal die ganze Straße (oder zumindest den Bereich, der uns einnladend genug erschien) einmal hoch und runter gelaufen, bevor wir es uns dann in einer der unzähligen Straßenkneipen gemütlich gemacht haben. Und nachdem wir bislang in unserem Wohnheim und auch im Viertel darum die einzigen Farang waren, so waren in der Kao-San Road wirklich jede Menge Weißer Touris und Backpacker unterwegs. Dementsprechend waren die Getränke auch nicht mehr so viel billiger als in Dland. Aber angenehm war es dort dennoch. Nach unserem ersten thailändischen Bier (Chang heißt die Marke - und es schmeckt wie Wasser mit ein bisschen Bier-Aroma, hat dafür aber 6,4% o.O) wollten wir dann aber doch heim.
Und da nach 22 Uhr keine Busse bzw. Minivans mehr fahren, mussten wir uns ein Taxi nehmen. Davon stehen auf der Kao-San Road auch wirklich unzählige rum, die ganz begierig darauf sind, gut zahlende Farang mitzunehmen. Da wir beide heim wollten und nicht noch ewig nach einem seriösen Taxi suchen wollten, sind wir deshalb auch direkt beim ersten Taxifahrer, der uns zugewunken hat eingestiegen - was sich als teurer Fehler entpuppen sollte. Denn dieser freundliche Taxifahrer schaltete das Taxameter nicht ein, sondern feilschte erst einmal um den Preis rum, als wir ihm den Zettel mit der Adresse unseres Wohnnheims zeigten. Zuerst wollte er 500 Baht, was ca. 10€ entspricht. Damit wären wir zufrieden gewesen, allerdings schien der Taxifahrer zuerst nicht so richtig zu wissen, wo wir eigentlich hin wollten. So fuhr er erstmal los und erzählte uns die ganze Zeit, dass er einige ganze Zeit von irgendwelchen angeblich ganz billigen Bordellen, zu denen er uns als seine Freunde auch gerne bringen würde. Nachdem wir dieses Angebot höflich dankend abgelehnt haben, hat er sich wohl nach einer anderen Gelegenheit umgesehen, um Geld aus uns rauszuholen. Denn auf einmal waren die 500 Baht nicht mehr genug für die Fahrt (Zitat: "500 Baht, i die. I need 1000 Baht."). Tjo, da wir uns auch nicht mehr sicher waren, wieviel die Fahrt kosten durfte (normalerweise informieren wir uns über diese Preise immer bevor wir losziehen beim Leiter unseres Wohnheims) haben wir uns mit ihm dann auf 800 Baht geeinigt, ca. 16€. Das mag für deutsche Verhältnisse recht günstig sein, die Strecke entspricht immerhin gut 35 km. Aber für Thai-Verhältnisse ist das maßlos überteuert, wie uns im Nachhinein aufgefallen ist. Noch dazu hat der Fahrer fast permanent plappern müssen, seine Handynummer musste ich speichern und wir mussten ihm versprechen, beim nächsten Mal wenn wir nach BKK fahren ihn anzurufen.. blabla halt ;).
Naja, sei dem wie dem wolle, wir habens als Lehrgeld akzeptiert und werden in Zukunft bei jedem Taxifahrer darauf bestehen, dass er das Taxameter einschält.

Gestern haben wir dann einen recht ruhigen Tag eingelegt,ein paar Kleinigkeiten eingekauft, und abends haben wir uns dann die Kneipen/Cafés und Restaurants in der Nähe der Uni angeschaut. War auch sehr gemütlich dort, gab gutes Essen, nur leider immer noch kein gutes Bier (ich hätte ja kaum gedacht, dass ich sowas jemals sagen würde, aber ich vermisse das deutsche Bier hier doch - thailändisches Bier ist einfach nur wässrig).

Heute stand dann wieder der nächste Trip nach Bangkok an - mit dem Ziel, noch einige Klamotten und ein Handy für Matthias zu kaufen. Mit dem Taxi waren wir nach gut einer halben Stunde auch mitten in Bangkok, allerdings nicht bei dem Einkaufszentrum, zu dem wir eigentlich hin wollten, da der Motor des Taxis schon davor anfing zu überhitzen und wir dann lieber das letzte Stück laufen wollten. Das war aber auch kein Problem, denn die Innenstadt von BKK ist voll mit modernen, riesigen Einkaufszentren.
So hat es uns auch zuerst in den Siam Tower verschlagen, und das ist nun wirklich ein Palast für reiche Touris und reiche Thais. Hochmoderne und wunderschöne Einrichtung, innen hauptsächlich Designer-Modeläden oder Designer-Möbelläden. Als besonderes Schmankerl für mich gab es da aber auch den größten Buchladen, den ich je gesehen habe. Und der hat ein wirklich fantastisches Angebot - von Warcraft-Fantasy Romanen über alle möglichen Mangas und Comics zu Lehrbüchern, Bücher über Militärgeschichte und Staatsführung bis hin zu Büchern über Kunst und Architektur. Sobald die Bafög-Dollar wieder rollen werde ich dem Laden mal wieder einen Besuch abstatten, Bücher für umgerechnet 5€ die ich in Dland in keinem Laden so schnell finden würde darf man doch nicht liegen lassen ^^.

Nachdem wir dieses Kaufhaus einmal von oben bis unten angeschaut hatten und feststellen konnten, dass die reichen Thais wohl alle tierisch auf Golf abfahren müssen, so viele Golf-Mode- und -Ausrüstungsläden gab es dort, ging es es zu Fuß ein Stück durch die Innenstadt von Bangkok. Wir sind dabei durch ein recht schönes Einkaufsviertel, welches voller Passagen war, alle voll mit Läden für allen möglichen Kram. Durch Zufall sind wir so auch auf einem großen Platz gelandet, auf dem gerade eine Thai-Band Cover bekannter Rock-bands spielte. Im Vergleich zum sonst einheitlichen Hip-Hop- oder Thai-Pop-Gedüdel das sonst in Bangkok herrschte, war das eine angenehme Abwechslung, und 'The Pretender' von den Foo Fighters hat auch diese Band gut hingebracht. Fast direkt gegenüber von diesem Platz haben wir das Hardrock-Cafe Bangkok entdeckt, in dem wir auch noch ein Bier tranken (wieder Thai-Bier, wieder nicht sonderlich gut, aber immerhin das einzig bezahlbare im Hardrock-Cafe).
Als wir uns dann auf den Weg zur nächsten Skytrain-Station machen wollten, fanden wir dann doch auch endlich das MBK, das Einkaufszentrum, zu dem wir ursprünglich wollten. Darin fanden wir dann ähnlich wie in den Passagen unglaublich viele kleine Läden, die echt günstige Preise hatten. Und so haben wir dann aucht endlich einige Sachen gekauft, die wir auf jeden Fall brauchen können - als da wären ein weißes Hemd und eine schwarze Hose, was sowas wie unsere Schuluniform an der Uni sein wird. Dazu noch ein gelbes Polo-Shirt, auf dem das Wappen der thailändischen Königsfamilie zu sehen ist - die Thais sehen es sehr gerne, wenn auch Farang, also Weiße, dem König Respekt zollen. Nachdem wir nun also alle wichtigen Einkäufe für die nächste Zeit getätigt haben, sind wir per Sky-train und Minivan wieder heimgefahren.

Soooo, das sollte fürs erste mal genügen, wenn ich morgen Zeit und Lust habe, gibts ein paar Eindrücke zu den Thais und Bangkok ;).

Die Gallerie habe ich auch mal um ein paar Bilder die die Umgebung meines Wohnheims zeigen erweitert.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Ankunft und der erste Tag

Die gutte Nachricht vorweg: Matthias und ich sind gestern gut in Bangkok angekommen. Für meine Wenigkeit war es der erste Flug überhaupt, dementsprechend hing ich auch einen großen Teil der Zeit am Fenster (Fensterplatz sei Dank). Die Aussicht die man aus einem Flieger hat ist schon wahnsinnig schön. Allerdings sind 10 Stunden im Flieger dennoch etwas lange, besonders wenn man wie ich etwas größer ist und deshalb kaum Platz hat, um die Beine mal auszustrecken. Naja, auch das kann man überstehen und so kamen wir am Dienstag, 23.10. mit nur knapp 3 Stunden Verspätung in Bangkok an, wo wir auch direkt von Ms. Peechalika abgeholt worden, das ist die für uns zuständige Mitarbeiterin der Uni hier. Vom Flughafen ging es dann mit dem Auto zum Wohnheim, die Fahrt dauerte ca. eine Stunde - während der man schon einen ersten Blick auf Thailand und Bangkok werfen konnte. Das erste, was uns auf der Fahrt auffiel (neben der Tatsache, dass bei den Thais wie bei den Engländertn Linksverkehr gilt) waren die vielen Wellblechhütten, die am Straßenrand standen. In diesem Land sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich wirklich viel offensichtlicher als bei uns. Auch direkt neben unserem Wohnheim stehen einige Wellblechhütten - auf der anderen Seite der Straße dafür einige topmoderne Stadien, in denen die letzten Asian Games stattfanden.
Gestern haben wir dann auch nicht mehr all zu viel gemacht, sind nur noch abends in den 'Future Park', das ist ein Platz um den mehrere wirklich riesige Einkaufszentren stehen. Diese sind allerdings sehr westlich angehaucht und eingerichtet, vom McDonald's bis zum Adidas-Store. Entsprechend sind auch die Preise in den Läden dort nicht viel niedriger als bei uns. Gekauft haben wir deshalb auch außer dem allernötigsten Fressalien (wir haben Cornflakes gefunden, juhu) und 2 pre-paid-Telefonkarten nichts mehr.


Tag 2:

Heute stand erst einmal lange ausschlafen an - die lange Reise hat ihren Tribut verlangt. Nachdem wir dann gegen 12 Uhr beide mal ansprechbar und einigermaßen fit waren haben wir erst einmal die Kaution für unser Wohnheim gezahlt. Danach stand Internet einrichten auf dem Plan - das hat allerdings etwas gedauert, weil man uns erst in 3 verschiedene Niederlassungen des selben Internet-Cafes geschickt hat, bis wir dann endlich in der 'Zentrale' waren, wo man uns die Accounts eingerichtet hat (haben beide einen 512k Zugang - nicht unbedingt das Schnellste, aber immerhin). Als das dann fertig war, wollten wir auch gleich ausprobieren, ob das nun tut - was es natürlich nicht tat. Ich weiß immer noch nicht, warum aber mein Rechner beharrte standhaft darauf, dass kein LAN-Kabel eingesteckt sei, egal wie oft man dieses einsteckte. Der Techniker des I-Net Cafes, der nur schauen wollte, ob alles bei uns funktioniert saß dann genauso ratlos vor meinem Rechner und hat dann verzweifelt an meinem deutschen Rechner einige Netzwerkeinstellungen vorgenommen, die allerdings allesamt auch nicht zum Ziel führten. Nach ca. einer Stunde rief er dann einen Freund von sich an, der mit einem USB-LAN-Adapter vorbeikam, über den das ganze nun funktioniert.
Als das Internet dann also schließlich tat sind wir mit einem anderen Austausch-Studenten, einem Ägypter aus Darmstadt erstmal essen gegangen, und zwar typisches Thai-Essen in dem was für die Studenten der Uni hier wohl die Mensa ist. Das Essen war wie zu erwarten war recht gut gewürzt, und zu unserer angenehmen Überraschung auch sehr billig. Ca. 1€ für 2 Cola und ein komplettes Essen haben wir gezahlt. Das war im Vergleich zu den 6€ die wir gestern in einem Restaurant in dem großen Einkaufszentrum liegen gelassen haben sehr angenehm, vor allem weil das Essen heute echt gut geschmeckt hat (mir zumindest :D).

Heute abend werden wir dann noch auf die Kao San Road schauen, einer großen Einkaufs- und Vergnügungsmeile.

So long, Grüße aus Thailand, ich werde mich in den nächsten Tagen wieder melden.