Das Beste kommt zum Schluss.
So lautete unser Motto für den letzten Ausflug in Thailand - ein Strandurlaub auf Koh Samui und Koh Phangan, weil's dort ja schon beim 1. Mal sehr schön war.
Diesmal waren wir zu dritt unterwegs, Matthias zusammen mit seiner Freundin Claudia und meine Wenigkeit.
Doch bevor wir richtig Urlaub machen konnten, wurden wir am Freitag noch von Sa und ihrem Vater eingeladen, uns einen Floating market in der Nähe von Bangkok anzusehen. Sa ist eine Studentin die mit uns einen Kurs zusammen besucht hat und die jetzt in Weingarten an unserer FH ein Praktikum macht.
Dazu mussten wir um 6 Uhr los, da der Markt eine gute Autostunde weit weg war und besonders morgens interessant sein soll. Und im Gegensatz zu dem 'Floating Market', den wir bei unserem Cultural Trip besucht haben war dies wirklich ein Schwimmender Markt. Man kann sich das ein bisschen wie Venedig vorstellen, überall Kanäle an deren Ufern auf Stelzen in den Kanal hineingebaut Stände stehen die alles mögliche verkaufen, hauptsächlich Holzschnitzereien, Bilder und allerlei Krimskram.
Danach sind wir weiter zum Royal Thai Handicraft Center - wo Schreiner alle möglichen Möbelstücke, Schmuckstücke usw. aus Holz schnitzten. Einen Teil der dort gefertigten Waren hatten wir auch schon auf dem Floating Market gesehen. Dieses Zentrum hatte auch einen großen Laden wo man allerlei wirklich sehr schön geschnitzte Möbelstücke kaufen konnte. Die meisten davon waren in der Preiskategorie von mehreren tausend Dollar inkl. Transport. In ein paar Jahren komme ich vielleicht wieder da hin und kaufe mir meine Wohnzimmermöblierung :D.
Nach dem Mittagessen sind wir dann noch zum alten Sommerpalast von Rama IV. (ja, es gibt hier so einige Sommerpaläste, die man anschauen kann). Dieser liegt auf einem Berg recht abgelegen, bietet aber einen fantastischen Ausblick über das umliegende, sehr flache Land.
Alles in allem war das ein sehr schöner Ausflug zum Schluss. Eigentlich wollten wir dann direkt weiter in Richtung Samui, doch da an diesem Wochenende die Schulferien angefangen haben, waren alle Buslinien bis Sonntag abend ausgebucht.
Sonntag nacht bin ich dann mit dem Nachtbus nach Samui gefahren, nachdem Matthias und Claudia am Morgen schon dorthin geflogen waren.
Nach einer Nacht mit sogar ein bisschen Schlaf (ich glaube, ich gewöhne mich langsam an das Reisen in Nachtbussen), durfte ich erstmal bei drückender Hitze 2 Stunden vom westlichen Ende der Insel hoch in den Norden wo Matthias und Claudia untergekommen waren.
Dort angekommen (das Örtchen hieß 'Big Buddha Beach'), ging es nach einem kleinen Nickerchen ein wenig die Gegend erkunden, wobei es außer der namensgebenden großen goldenen Buddha-Statue nicht viel zu sehen gab. Der Norden von Samui ist im Vergleich zum Süden doch einiges ruhiger und eher zum entspannen als zum Party machen. Das ist aber auch genau das was wir wollten, nach der 'anstrengenden' Klausurenphase und der Aussicht auf ein anstrengendes letztes Theorie-Semester in der Heimat (ich werde versuchen, den Stoff von 1,5 Semestern in einem unterzubringen ;)).
Am Dienstag mittag sind wir dann mit der Fähre nach Phangan, genauer nach Haad Rin, ganz im Süden der Insel. In der Nähe dieser dann doch sehr touristischen Stadt haben wir uns ein Resort am Strand gesucht und dort erstmal bis zum Abend Sonnengebadet - viel mehr konnte man aufgrund der Hitze auch kaum machen. Als die Sonne dann irgendwann mal weniger stark geschienen hat, sind wir nach Chaloklum, wo wir Jessica (die ich schon bei meinem ersten Samui und Phangan-Besuch getroffen hatte, zusammen mit ihrer Mutter) auf dem dortigen Dorffest getroffen haben. Bei ein paar Bier haben wir dann gemeinsam ein Konzert von 2 Thai-Reggae Bands angehört und sind dann wieder heim.
Am nächsten Tag ging es dann abends nach Haad Rin rein, um mal etwas vom Nachtleben dort mitzunehmen. Sonderlich gefallen hat es uns dort dann allerdings nicht, da der Ort wie schon geschrieben wirklich sehr touristisch ist, um nicht zu sagen, dass er überlaufen mit Touris ist. Die Preise sind dann meist auch entsprechend hoch, und das obwohl zumindest das Essen was wir hatten weder von Quantität noch Qualität her sein Geld wert war. Also Haad Rin kann ich definitiv nicht empfehlen - wenn man Party machen will, ist man in Pattaya, in Phuket oder im Süden von Thailand besser aufgehoben, und wenn man Backpacker-Erfahrungen sammeln oder ruhiges Inselleben erleben will, dann sollte man eher in den Norden von Koh Phangan.
Donnerstag stand dann ein Trip in einen Nationalpark an der aus 42 Inseln westlich von Koh Phangan besteht. Dort sind wir auf 2 Inseln an Land gegangen: Auf der ersten um uns eine in der Insel gelegene Bucht anzusehen, die nur durch einen Tunnel mit dem Berg verbunden ist. Außerdem gab es auf der ersten Insel noch eine Aussichtsplattform, von der aus man einige der 42 Inseln des Parks sehen konnte. Die meisten von ihnen waren im Endeffekt aus dem Meer herausragenden Berge, die meist von oben bis unten mit Bäumen bewachsen waren.
Der 2. Stopp war auf der Hauptinsel des Nationalparks, wo man am Strand schnorcheln konnte - was wir auch ausgiebig gemacht haben. Für mich war's das erste Mal schnorcheln und ich war überrascht, wieviel sogar ich ohne Brille noch erkennen konnte. Der Strand dort war wirklich sehr lebendig, überall Fische, Korallen, Seegurken und Farne.
Dummerweise hat der Trip dann aber insgesamt etwas länger gedauert als geplant, was dazu führte, dass wir unsere Fähre an's Festland verpassten, wo wir am nächsten Morgen mit dem Flieger zurück nach Bangkok wollten.
Die letzte Möglichkeit an diesem Abend (die Fähre am nächsten Tag wäre zu spät angekommen) für uns, doch noch an's Festland zu kommen bestand dann im Night Boat, einem Kutter, der nichtmal halb so schnell ist wie die reguläre Fähre.
Da dieses Boot erst um 22 Uhr ablegt hatten wir noch etwas Zeit in Thong Sala totzuschlagen. Thong Sala ist die 2. größere Hafenstadt auf Phangan und im Vergleich zu Haad Rin schon sehr viel angenehmer, wobei wir jetzt auch nicht all zu viel davon gesehen haben. Wir sind recht bald in einer genial eingerichteten Bar untergekommen, wo wir ein paar Stunden mit Essen, Trinken und Reden verbrachten.
Das Night Boat kam dann schließlich um 4:30 morgens in Surat Thani an, gut 1,5 Stunden später kamen wir dann beim Flughafen an - und hatten gute 6,5 Stunden bis zum Abflug. Auf diesem Flughafen gab es allerdings absolut nichts zu tun, weswegen das mit die längsten 6,5 Stunden meines Lebens wurden.
Naja, jetzt sind wir wieder in Bangkok, das letzte Wochenende hier ist angebrochen.
Ich weiß nicht, ob es mir noch vor dem Abflug reichen wird, die noch ausstehenden Bilder hochzuladen, zur Not werden die nach dem Rückflug noch hochgeladen.
Ansonsten bleibt mir jetzt nur noch zu sagen, dass dies wohl der letzte Bericht von mir soweit war, und außer einem 'Bin gut angekommen' werde ich hier vermutlich nichts mehr schreiben.
Deshalb hoffe ich, meine Berichte haben euch ähnlich gut gefallen, wie mir das Schreiben von ihnen. Ich weiß, ich habe sehr ausführlich geschrieben, aber dieser Blog wird mir irgendwann mal als Erinnerungsstück an mein Auslandssemester dienen, und dann will ich möglichst genaue Berichte, wenn die eigenen Erinnerungen nachlassen :D.
So viel also von mir, wenn alles gut läuft, bin ich Montag abend gegen 18 Uhr wieder in Deutschland und irgendwann gegen Mitternacht dann auch daheim.
Die meisten von euch sehe ich dann sicherlich kurz darauf entweder persönlich oder online wieder.
Bis dahin, ich freu mich darauf, euch wieder zu sehen :)!
P.S: Zum Abschluss habe ich hier noch eine Google-Earth map vom Campus. Mein Wohnheim ist das mini-Quadrat ganz unten in der Mitte mit Namen "VKP-Mansion".
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Samstag, 22. März 2008
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1 Kommentar:
Moin.
Ein sehr schöner Bericht!
Ich wünsche dir eine tolle Heimreise und freue mich das du dann wieder da bist!
Ich habe deinen Blog sehr genossen,
und freue mich das du dann wieder da bist.
Grüsse Skopas
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